(z.B. 4 Wochen Kurzarbeitsgeld – 2,5 Tage Urlaubsanspruch) Voraussetzung für die Beantragung von Kurzarbeitsgeld ist, dass die Arbeitnehmer ab 2019 zunächst ihren verbleibenden Urlaub nehmen. Darüber hinaus setzt die Wesentlichkeit eines Arbeitszeitverlustes nach . 96 Abs. 1 SGB III voraus, dass der Verlust der Arbeitszeit aus wirtschaftlichen Gründen (z. B. Auftragsrückgang) oder einem unvermeidbaren Ereignis (z. B. von den Behörden angeordnete Schließung) erfolgt, für das der Arbeitgeber nicht verantwortlich ist. Die Zahlung einer Kurzarbeitsentschädigung ist dann gesondert zu beantragen.

Der Antrag ist innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Monaten einzureichen (Az.: 325 Abs. 3 SGB III). Die Periode beginnt am Ende des Kalendermonats, in dem die Tage der Kurzarbeit liegen. Wenn der betreffende Zeitraum der Kurzarbeit über das Ende von mehr als einem Kalendermonat hinausgeht, beginnt der Zeitraum einheitlich erst am Ende des letzten Kalendermonats, für den der Antrag auf Kurzarbeit gestellt wurde. Vor dem Hintergrund der Folgen der COVID 19-Pandemie, die bereits auf dem deutschen Markt zu spüren sind, müssen die Arbeitgeber alle bestehenden Möglichkeiten zur Minimierung der Personalkosten und zur Aufrechterhaltung der Liquidität prüfen und gegebenenfalls nutzen. Je nach Branche, in der die Arbeitgeber tätig sind, kann die Minimierung der Personalkosten entscheidend sein, um Liquidität zu sichern und so noch schlimmere Folgen für das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu vermeiden. Ein sehr relevanter Bestandteil in diesem Zusammenhang ist die von der Bundesregierung im Rahmen ihrer sogenannten 4-Säulen-“Bazooka” angekündigte erneuerte und verlängerte Kurzarbeitsregelung. Unternehmen können bis zu zwölf Monate Kurzarbeit beantragen – je nachdem, wie lange der Arbeitsabbau dauern soll. Da es derzeit keine verlässlichen Hinweise darauf gibt, wann sich die Situation wieder verbessern wird, können sich Unternehmen die Mühe wiederkehrender Meldungen ersparen und kurzarbeit sofort für einen längeren Zeitraum melden. Kurzarbeit ist jederzeit möglich. Je nachdem, inwelchem Umfang die Arbeitszeit reduziert wird, kann die Kurzzeitvergütung einen hohen Anteil der Personalkosten des Arbeitgebers decken und bietet somit eine gute und sozialverträgliche Möglichkeit, Personalkosten zu minimieren und Liquidität zu sichern. Im Rahmen der Maßnahmenpakete zur Milderung der Folgen der COVID-19-Pandemie wurden die Vorschriften über Kurzarbeit flexibler gestaltet und an die neuen Anforderungen angepasst.

Unternehmer, die von den Folgen der COVID 19-Pandemie betroffen sind, sollten unverzüglich geeignete Optionen prüfen und Anträge stellen. Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann auch für Auszubildende Kurzarbeit in Betracht gezogen werden. Werden die Auszubildenden zu einer arbeitszeitreduzierten Arbeitszeit aufgefordert, so haben sie Anspruch auf die Zahlung der vollen Ausbildungsbeihilfe für mindestens sechs Wochen. Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Ausbildungs- und Tarifverträge längere Zeiträume vorsehen. Anschließend haben sie Anspruch auf Kurzzeitgeld.