In Afrika wie auch anderswo wird von den IAO-Wählern zunehmend anerkannt, dass der soziale Dialog und die Praxis des Dreiklänglichs unerlässlich sind, um die Herausforderungen der Globalisierung und die neuen wirtschaftlichen und sozialen Realitäten einer sich rasch wandelnden Arbeitswelt wirksam anzugehen. Die Tarifverhandlungen sind in Gefahr, da die Repräsentativität der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen zurückgeht und die Abdeckung auf dem gesamten Kontinent unzureichend ist. Die hohe Prävalenz der Schattenwirtschaft, sich verändernde Beschäftigungsmuster, die Verlagerung auf atypische Beschäftigung und die Schwierigkeiten bei der Organisation von Arbeitnehmern in prekären Sektoren deuten auf die Notwendigkeit von Innovation hin. Dieser Kurs zielt darauf ab, das gewerkschaftliche Verständnis der zentralen Grundsätze des sozialen Dialogs und des Dreikortismus bei der Bewältigung der Herausforderungen des Arbeitsmarktes und der Erleichterung der Schaffung integrativerer Gesellschaften zu entwickeln. Durch die Durchführung dieser Ausbildung erwerben die Teilnehmer die Fähigkeiten, die für ein wirksames Engagement im sozialen Dialog und in den Tarifverhandlungen erforderlich sind. Der Kurs richtet sich an politische Entscheidungsträger, Beamte für Arbeitsbeziehungen, Verhandlungsführer sowie weibliche und junge Gewerkschaftsfunktionäre und Aktivisten. Bewerbern unter 45 Jahren wird hohe Priorität eingeräumt. Seit mehr als fünf Jahren beteiligt sich die Gewerkschaft “Klimov” an einem bilateralen deutsch-russischen Projekt des Jugendaustauschs zwischen Arbeiteraktivisten von Industrieunternehmen in Russland und Deutschland, das im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerstädten Hamburg und St. Petersburg stattfindet. Während der Treffen lernen die Teilnehmer des Jugendprojekts die Produktion bei den führenden Unternehmen kennen: Airbus, Blohm + Voss, STILL, JSC “Klimov”, JSC “Kirov Plant”, LMZ, etc. Die Gründer des Projekts sind der Internationale Metallarbeiterverband und Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Russland. Ein zentrales Ziel des Programms ist der Erfahrungsaustausch zwischen den deutschen und russischen Gewerkschaften als Beispiel für die Interaktion innerhalb der Industrie.

Der Tarifvertrag der JSC “Klimov” ist ein Stolz der Gewerkschaft und der Unternehmensleitung. Es wurde für drei Jahre zwischen den Mitarbeitern und der Verwaltung des Unternehmens abgeschlossen. Das Abkommen für 2011 – 2014 ist am 1. November 2011 in Kraft getreten und gilt bis zum 1. November 2014. Die Gewerkschaft JSC “Klimov” ist ein repräsentatives Organ der Arbeitnehmer bei den Verhandlungen mit der Unternehmensverwaltung.